Das thema hirnforschung erfährt in letzter zeit zunehmendes interesse der öffentlichkeit. Man mag sagen: "Im hirn nichts neues seit Freud." – Und so falsch wäre das garnicht, denn tatsächlich hat sich in den letzten hundert jahren nicht viel am menschen, seiner physis und biologie geändert.
Nicht verkennen sollten wir allerdings, dass die forschung inzwischen sehr viel weiter voran geschritten ist. Und auch wenn medizin, biologie, soziologie, psychologie noch lange nicht funktion von gehirn und bewusstsein entschlüsselt haben, zeichnen sich verständnisstrukturen ab.
Warum erscheint nun eine solche thematik in einem blog über themen aus gesellschaft und design?
Nun, es soll hier um themen gehen, die den mensch, die gesellschaft, unser handeln und verständnisfördernde zusammenhänge betreffen und diskutieren. Den menschen besser zu verstehen, heißt, effektiver untereinander interagieren zu können. Zunächst einmal unabhängig vom ziel.
Ein zusammenhang mit unserer tätigkeit als designer und kommunikatoren zeigt sich allerdings auch sehr schnell. Wollen nicht gerade wir mit unserem tun menschen erreichen?
Hier verschiedene links zu dem thema hirnforschung, die aktuell in den medien waren. Copyrights liegen immer jeweils bei den autoren.
••• Interview mit dem Hirnforscher Wolf Singer, 2009, "Das Gehirn hat völlig falsche Vorstellungen"
••• Interview mit dem Nobelpreisträger Eric Kandel, 2009,"Wir sind mehr als hochentwickelte affen"
••• Interview mit Wolf Singer, 2006, "Der freie Wille ist nur ein gutes Gefühl", Reaktionen auf Kritik des Philosphen Jürgen Habermas
2 Kommentare:
Der neueste und wichtigste deutschsprachige Beitrag zur laufenden 'Hirndebatte' und ihren Untiefen - die sich in dem Resümee der letztjährigen Sommerdiskussion auf FAZ.net durch den Autor hier abgezeichnet hat - dürfte diese Publikation sein:
Peter Janich
"Kein neues Menschenbild
Zur Sprache der Hirnforschung."
Nr. 21 der 'edition-unseld' des Suhrkamp-Verlags
Frankfurt 2009 (Für Kurzinfos s. hier)
Der hoch angesehene australische Hirnforscher Maxwell R. Bennett hat eine, in weitaus mehr Details gehende Analyse der Grundlagen seines Faches in seinen Werken "Philosophical Foundations of Neuroscience" und "History of Cognitive Neurosciende" vorgelegt, zwei Bücher, die sich seiner Zusammenarbeit mit dem Oxforder Wittgenstein-Spezialisten Peter M.S. Hacker verdanken. In deutscher Übersetzung liegt bislang allerdings nicht einmal das erste vor.
Natürlich gehen bücher immer mehr in die tiefe, als zeitungsartikel. Vielen dank für den beitrag!
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